Besichtigung der Kläranlage/-werk Hainburg

(Klein-Krotzenburg)

 

Heute besichtigten wir die Kläranlage in Klein-Krotzenburg. Vor der Kläranlage erwartete uns bereits Herr Rohe, ein Mitarbeiter der Gemeinde Hainburg. Er erklärte uns ausführlich, wie die Kläranlage funktioniert.

 

Zuerst wird das Abwasser aus der Gemeinde Klein-Krotzenburg unterirdisch in einem System von Röhren und Schächten gesammelt. Mit zunehmender Menge werden die Röhren und Schächte immer größer, dann münden sie in den Hauptkanal, der das Abwasser zur Kläranlage führt. Wenn das Abwasser im Klärwerk eintrifft, wird es mehreren mechanischen Reinigungen unterzogen. Zuerst pumpt ein Hebewerk mit Schneckenpumpe Abwasser nach oben zur Rechenanlage. Dort werden alle groben Abwasser-inhaltsstoffe zurückgehalten. Danach wird das Abwasser in den Sandfang geführt. Die Fließgeschwindigkeit wird reduziert, so dass sich schwere Stoffe, wie Sand und Kies absenken können. Danach gelangt das Abwasser in das Vorklärbecken und die mechanische Reinigung ist abgeschlossen. Absinkende Feststoffe und aufschwimmende Stoffe trennen sich vom fließenden Wasser. Sie werden zusammengeschoben und entfernt (Räumerbrücke). Nun beginnt die biologische Reinigung im Belebungsbecken. Mikroorganismen, die im sogenannten Belebtschlamm enthalten sind, bauen die gelösten Schmutzstoffe des Abwassers ab. Da die meisten dieser Mikroorganismen Sauerstoff benötigen, wir hierzu Druckluft (Sauerstoff) in das Becken geblasen. Im anschließenden Nachklärbecken erfolgt die letzte Stufe der Reinigung des Abwassers. Danach wird das gereinigte Wasser in den Main geleitet, das aber keine Trinkwasserqualität besitzt.

Der Klärschlamm aus dem Vorklärbecken und Nach- klärbecken wird in den Faulturm geleitet. Das im Faulturm erzeugte Methangas deckt den Energiebedarf der Kläranlage Klein-Krotzenburg.

 

Die NAJU-Kinder bedanken sich recht herzlich bei Herrn Rohe für den interessanten Nachmittag und die anschau-lichen Erklärungen!