Gustav – der Waldkauz

 

Am 28.04.2016 wurde von einer Spaziergängerin ein Waldkauz bei der Tierärztin abgegeben. Nach einer gründlichen Untersuchung und Feststellung dass der Kauz zwar völlig gesund, aber auf jeden Fall noch zu jung war um auf sich alleine gestellt in freier Wildbahn zu überleben, übergab sie ihn direkt an Manfred Gutermuth vom NABU. Bei ihm blieb der Kauz für eine gute Woche und wurde erst einmal mit Heimchen (Grillen) gefüttert. Dann wurde die Nahrung auf zerkleinerte Mäuse und Eintagsküken erweitert. Da Manfred aber schon wusste, dass er in den Urlaub fährt, holte er uns von Anfang an mit ins Boot. Am 08.05.2016 übergab er uns den Kauz. Als erstes brauchte er natürlich einen Namen und so tauften wir ihn auf den Namen „Gustav“! Bei Hanna zu Hause im Keller verbrachte er dann noch ein paar Tage. Für die Fütterungen haben wir uns verabredet, denn: Gustav auf einem Stock halten, Küken und Mäuse zerkleinern, füttern mit z.T. Überredungskunst und reinigen des Geheges mit Einfangen des Kauzes nach Probeflug ist alleine kaum möglich! Gustav wurde von Mal zu Mal aber immer wilder und wollte irgendwann nicht mehr auf dem Stock gefüttert werden. Deshalb haben wir kurzerhand bei Ingrid Hüfner eine große Voliere für Gustav eingerichtet, in die er dann einzog. Hier fühlte er sich  sofort sichtlich wohl. Mit der Zeit lernte er die Mäuse und dann auch die Küken als Ganzes zu verspeisen, was es uns doch schon ein wenig erleichterte. Ab Anfang Juni wurde dann auf lebende Mäuse umgestellt. Hierbei entpuppte sich Gustav als echter Jagd-Profi und Nimmersatt. Letzte Woche wurde der Kauz noch beringt und die Federkiele wurden überprüft mit dem Ergebnis: Gustav ist startklar für sein Leben in Freiheit! Deshalb wurde er heute von der NAJU-Gruppe „Die wilden Haselmäuse“ wieder ausgewildert. Wir freuen uns sehr für Gustav – aber ein wenig vermissen werden wir ihn trotzdem! Aber das nächste Projekt kommt bestimmt.

 

Hanna Pfriem und Leonie Pappert

 

Aufzucht „Gustav“

Auswilderung „Gustav“